zurück zur Typenübersicht zurück zur TypenübersichtBMW Kleinwagen "Typ Wartburg" So lautete die Überschrift im Prospekt des neuen BMW Sportwagens Typ Wartburg DA 3, der ab 1930 in Eisenach gebaut wurde. Man warb um ihn wie folgt: "Ein rassiger Wagen, bestimmt für den Sportsmann, der große Geschwindigkeiten liebt. Mit tiefer gelegtem Schwerpunkt, erhöhter Kompression, kupferner Ansaugleitung und doppeltem Auspuffrohr". Mit diesem Fahrzeug hatte man bei BMW einen kleinen Roadster, als den ersten richtigen kleinen Sportwagen entwickelt. Entsprechend der damaligen Mode verfügte er über eine schön geformte Karosserie mit Bootsheck aus Leichtmetall. Türen gab es nicht, lediglich etwas tiefer angeordnete Einschnitte als Einstiege. Die Fahreigenschaften verbesserte man durch eine andere Federnanordnung und eine gekröpfte Vorderachse, womit man einen tieferen Schwerpunkt des Wagens erreichte. Der 750 ccm Motor erhielt ein kupfernes Ansaugrohr, eine doppelte Auspuffleitung, eine größere Vergaserdüse und besaß eine etwas höhere Verdichtung. Darüber hinaus war der Motor mit einer dünnen Reinzdichtung ausgerüstet und für Betriebsstoffe mit ca. 40% Benzolgehalt eingestellt. All diese Maßnahmen verhalfen ihm zu rund 3 PS höherer Leistung. Die nunmehr 18 PS in Verbindung mit dem geringen Gesamtgewicht erlaubten Geschwindigkeiten von über 90 km/h. Die Hinterachsübersetzung betrug 1:49. Somit war dieser kleine Wagen durchaus in der Lage gegenüber weitaus stärkeren Wagen in Wettbewerb zu treten. In einem Informationsschreiben an die BMW Vertreter hieß es damals: "Wir weisen noch besonders daraufhin, dass wir mit diesem Fahrzeug keinen Renn- oder Sportwagen bringen, sondern einen serienmäßigen Tourenwagen, wie er von vielen Seiten verlangt wird ..." Doch im Rennsport und zahlreichen Sporteinsätzen stellte der Wartburg durchaus seine Fähigkeiten unter Beweis. Die Ausrüstung des Wagens war relativ einfach. Er besaß die üblichen Halbflachfelgen mit einem im Heck untergebrachten Reserverad, die BOSCH Reibungsdämpfer, eine umklappbare Frontscheibe aus Sicherheitsglas, Scheibenwischer, elektrische Winker, eine Instrumentenbeleuchtung und eine serienmäßig auf der Lenkradnabe montierte Uhr. Für besonders schlechte Witterungsverhältnisse verfügte er außerdem noch über ein leichtes Verdeck. Farblich konnte man wählen zwischen Bayerisch-blau oder Rot mit schwarzer Polsterung oder Beige mit roten Sitzen. Aber auch Sonderwünsche erfüllte man, dafür war ein Aufpreis fällig. 3.100,00 Reichsmark mussten die Käufer für solch ein Fahrzeug opfern. Damals sehr viel Geld für solch einen kleinen und spartanischen Wagen. So erklärt sich wohl auch die geringe Stückzahl von nur 150 Wagen dieses Modells. Laut Statistik von R. Simons und Walter Zeichner wurden in 2 kleinen Serien produziert 1930: 139 Stück 1931: 11 Stück Die Fahrgestellnummern des Wartburg / DA 3 lagen innerhalb der Nummernfolge von 1930 und wurden in 2 Blöcken aufgelegt, und zwar Nr. 19.909 - 20.008 und 21.009 - 21.058. Alles in allem war und bleibt der Wartburg DA 3, damals wie heute, ein sehr begehrtes Schmuckstück.
Kuriose Anzeige aus den 70er Jahren
Hier ein Zeitungsartikel aus den 70er Jahren aus der damaligen AUTOMOBIL UND MOTORRAD CHRONIK. Der Redakteur von damals hatte wohl wenig Ahnung , da er von einer "fragwürdigen Karosserie" schreibt, obwohl es sich eindeutig um einen DA3 handelt. Beim englischen Text ist sogar von einer nicht originalen Roadster Karosserie die Rede! Das Nummernschild und der Fahrer sind gut zu erkennen. Sollte jemand Angaben zum Auto oder Fahrer machen können, der meldet sich bitte bei Gerhard Schwarze
DIXI - INTERESSENGEMEINSCHAFT DER INTERNATIONALE MARKENCLUB FÜR DIXI, BMW 3/15 UND SONDERMODELLE